Montag, 25. September 2017

Auf verbotenen Pfaden ..

..war ich unlängst unterwegs
da wollte ich ja schon hin als ich dann bei der Clemenskapelle gelandet bin
dieses mal habe ich aber besser aufgepasst und bin nicht vorbei gefahren 😉
die Kreuzbachklamm war in unserer Jugend ein beliebter Weg um auf das Heilig Kreuz zu kommen
es hatte etwas von Abenteuer an sich..
man ging am Bach entlang an einem senkrechten Felsüberhang vorbei wo man sich an einem Seil festhalten konnte .. über Geröllhalden und schmale Wege und Brücken .. 
teilweise war es ganz schön steil..besonders wenn man noch "Abkürzungen" nahm 😉


seit vielen Monaten war die Klamm gesperrt..dann wieder auf.. nun  wieder gesperrt
man hat Brücken entfernt da sie morsch waren und irgendwie soll es jetzt so bleiben ..
zum Teil sollen wohl Steigbügel und Eisenleitern eingesetzt werden
das ist dann aber nichts mehr für ältere Wanderer oder für Familien mit Kindern 😕
 andere bemängeln dass jetzt anscheinend ein "zahmer " Umweg geschaffen wurde
man kann es wohl  keinem recht machen 😉
 Waldweg statt Klettersteig 

2012 Kreuzbachklamm

man sieht in dem Video ...sie ist ziemlich heruntergekommen ..früher lag da nicht so viel Holz herum ..
das hat man sich für den Ofen mit heimgenommen  😉
auch die Wege sind in keinem guten Zustand
und es ist sicher nicht besser geworden
aber erst einmal zum Anfang meines Ausfluges ..

in dem roten Haus wohnte eine Schulfreundin sie hatte es ganz schön weit in die Schule
 die beiden letzten Häuser von Bingerbrück  rechts in Richtung Trechtingshausen sind der Merkpunkt für den "Einstieg" in die Klamm
auf der gegenüberliegenden Seite geht es hinauf
ich wollte aber erst noch etwas anderes erkunden ..
zwischen den Beiden Häusern ging ein Weg hinunter und so weit ich mich erinnere am vordersten Haus vorbei und dann in einem Tunnel unter der Bahn hindurch ..der Bach floß auf der linken Seite
im Sommer war es schön kühl dort unten ..
heute endet der Weg vor dem Haus an einem großen Tor
es ist nicht mehr ersichtlich wo der Tunnel war..
kann sein dass er im Rahmen des Rückbaus des Rangierbahnhofs zugemacht wurde ..
also querte ich dann die Straße um in die Klamm zu wandern

früher war ds ein breiter gut sichtbarer Weg ohne Bewuchs heute ist er kaum noch zu erahnen
rechts geht es dann in Richtung Schweizerhaus..dort will ich auch noch einmal entlang gehen ..er soll aber auch in schlechtem Zustand sein ..
ich schlüpfte unter dem Absperrband hindurch und folgte dem Weg..
er sieht aufgewühlt aus..als ob dort die Wildschweine hausen 😉

umgestürzte Bäume liegen kreuz und quer ..
ich musste einige male darüber klettern..
und dann war der Weg einfach weg..ich hätte in das Bachbett absteigen müssen oder über den Hang
das war mir dann doch etwas zu gefährlich
so trittsicher bin ich nicht mehr und ich hatte keinen Stock dabei um mich abzustützen
also kehrt marsch  😉

die braune Nacktschnecke sieht man bei uns eher selten ..alte Stützmauern ..

oben links.. Kronwicke ..rechts könnte Origanum vulgare subsp. hirtum  sein .. unten Berufskraut und wilder Majoran..
die weißen Blüten sehen aus wie kleine Gespenster 😉
über den Bahnübergang fuhr ich dann an den Rhein..auf der Suche nach dem Tunnel ..
auf dem neuen Fahrweg war nichts zu entdecken..
dafür aber eine reiche Pflanzenwelt am Wegrand ..
ich wusste gar nicht dass Dost .. Majoran und Oregano so ziemlich eins sind.. 😉

Waldrebe Samenstände.. Seifenkraut .. Nachtkerze ..das weiße Blümchen kenne ich nicht 

das Seifenkraut ist eine hübsche Blume .. den Namen habe ich hier im Bloggerland entdeckt 😉

die Blüten sind gut besucht von Fliegen ..Schwebfliegen und Bienen

die Ackerbrombeere oder auch Kratzbeere .. als Kinder haben wir sie nicht gegessen..
wir dachten sie wären giftig
wiki

bloggen bildet  😉 daher weiß ich dass es sich hier um die Igelfliege handelt

unten links eine "Rosengalle"
bei den kugeligen Gebilden dachte ich es handele sich um Blütenknospen
musste dann aber feststellen dass es Samenstände sind 



die knubbeligen "Blüten" sind wohl die Samenkapseln des Seifenkrautes

ich war begeistert von der Blütenfülle .. merkt man das 😉



seht ihr die Haare am "Boppes" 😉

da ich immer noch nichts entdeckt hatte was auf die alte Unterführung hindeutete fuhr ich zurück zum Bahnübergang und ging von dort auf einem Weg der direkter an die Gleise angrenzte ..
dort stieß ich auf ein "lost place"
ich verstehe nicht warum es Menschen gibt die immer alles kaputt machen müssten
ich weiß nicht was es war.. nur dass es zum Bahngelände gehört
vielleicht ein kleines Stellwerk oder Unterkunft für die Rangierer .. da es etwas höher gebaut ist und eine große Fensterfront hat  kann es auch sein dass von dort der Rangierbetrieb beobachtet wurde ..
heute sind die meisten Schienen ja abgebaut ..

das Gebäude ist eigentlich erst durch den Müll zu entdecken so zugewachsen ist es schon ..
die Fenster sind eingeschlagen ..
und ich musste mir erst mal einen Weg freiräumen
der Kellerraum liegt voll mit Mülltüten  und die Decke kommt schon teilweise herunter..
es wäre ein schönes Anglerheim draus geworden..

ein alter Prellbock der nicht mehr gebraucht wird ..

oben in der Mitte dsas müsste ungefähr die Stelle gewesen sein wo die Unterführung
raus kommen müsste..aber dort kann ich auch nichts entdecken..

ein Stückchen bin ich noch den Rhein abwärts vorbei an Schrebergäten ..der junge Mann mit seinem Handwagen da vor mir hatte ein strammeres Tempo drauf als ich  😉

oben links schaut man auf die andere Rheinseite ..oben die "Rossel" ein Aussichtsturm
und ein Eichhörnche  turn da im Geäst.. besser habe ich es leider nicht erwischt 😉
und noch ein Ausblick auf Teil zwei..

uff.. geschafft..dass hat jetzt länger gedauert  😉


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Herr Watson soll gesund werden 
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Freitag, 22. September 2017

Freitagsblümchen ..

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... stehen auch bei mir wieder einmal in der Vase 😏
am Mittwoch habe ich mit meinem Vater Grünschnitt weggebracht und er hat mir ein paar von den letzten Rosen abgeschnitten
sie sind zwar nicht mehr perfekt ..aber dafür duften sie herrlich
besonders die lachsfarbene 



Rosen im Garten meines Vaters

ich weiß nicht wo die Kleine ihre "Sommersprossen" her hat 😏
normal ist sie weiß
ich finde es sieht lustig aus 

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Donnerstag, 14. September 2017

Hoffest in Gau Algesheim

*


am Sonntag den 3. September war ich mit meinem Vater in Gau Algesheim nach dem Mittagessen in der Senorenresidenz (dort gehen wir ab und zu einmal hin ) auf einem Hoffest ..
das Wetter war uns gnädig.. es war sonnig und nicht zu heiß 😉
ich musste etwas weiter weg parken .. an einem Weinberg .. und bediente mich zur "Wegzehrung" an den leckeren Trauben 😉


gleich am Eingang begrüßten uns die Strohballen über und über mit Kürbissen dekoriert ..
und die Blasmusik marschierte auf ..

während dem Hoffest ist auch immer ein kleiner Künstlermarkt angegliedert 
den schauten wir und zuerst an 

Kunst am Buch 😉in der Halle auch noch Stände
 es gab Genähtes .. in der Halle einige Stände mit Schmuck ..Kunsthandwerk mit rostigem Blech und alten Büchern..
leider habe ich beim fotografieren nicht bemerkt dass das Bild von dem schönen Herbstdekostand unscharf war ..ich zeige es euch trotzdem .. 😉

rostige Kunst.. und die Exponate einer Gartenfirma 

ein schwebender Kürbis ?? Nein .. er trohnt auf einem Pfosten ..
natürlich gab es auch Kaffee und leckeren Kuchen (und sonstige Speisen)
wir suchten uns einen Platz im Schatten und ließen uns ein Stück Torte schmecken ..
mein Vater blieb sitzen und ich ging Fotos machen  

 ein Dixieland Kapelle spielte schmissige Rhythmen .. überall Kürbisse ..
wenn ich nur noch so gut hören und sehen kann wie riechen 😉
die Schweinchen hatte ich schon in der Nase ..

 die Kinder durften sich auf alten Traktoren und im Heu tümmeln..
es machte offensichtlich Spaß ..

dann war der Nachmittag auch schon fast wieder vorbei ..
auf dem Heimweg machte ich noch an der Stelle Rast wo ich voriges Jahr die vielen Weinbergsschnecken entdeckt hatte ..ich hätte gerne noch ein paar Häuser gehabt
leider waren nicht so viele zu sehen.. und die meisten waren noch bewohnt 😉
ein großes und ein kleines habe ich leer gefunden und noch etwas anderes ..
aber das durfte ich nicht mitnehmen  😉

Bilder durch anklicken vergrößern ..

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Dienstag, 12. September 2017

ich sehe rot ..

..da möchte ich doch heute auch wieder einmal mitmachen

es ist auch gleichzeitig ein Ausblick auf  kommende Beiträge 😉




habt noch eine schöne Woche 
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Freitag, 8. September 2017

Schulanfang ..

*
lange ist es her und doch sind es Ereignisse die sich im Kopf eingenistet haben ..
viele junge Leute haben kaum noch Erinnerungen an früher..vielleicht weil sie schon in der Kindheit zu viel erlebt haben
wir waren nicht abgelenkt durch fernsehen und autofahren und ständige neue Eindrücke 
eingeschult wurde ich in Flensburg Ostern 1952
es war meiner  Erinnerung nach eine Mädchenschule
auch wenn die Recherche da wenig hergibt
ich habe schon einmal versucht etwas über sie herauszubekommen 
aber das ist gar nicht so einfach 
denn irgendwie stimmen meine Erinnerungen nicht so ganz überein
vom " Bild " her wurde ich in der Willy-Weber Schule eingeschult 
im Kopf habe ich aber dass sie St. Jürgen(s )schule hieß
kann aber auch sein dass ich es verwechsele mit dem Namen der Lehrerin 
das war eine Frau oder Fräulein Jürgensen und die Direktor hieß wohl auch so ..
und dann gab es ja auch noch die St. Jürgen Kirche 😉

jetzt habe ich die Tage meine Schulzeugnisse der Volksschule gesucht
ich habe nur die vom Gymnasium gefunden
keine Ahnung wo ich die wieder hingeräumt habe
ich weiß allerdings nicht ob ich das Zeugnis von Flensburg noch besitze
dort müsste ja die Schule drauf stehen


https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/28/Juergensgaarder_Str._42%2C_Flensburg.jpg
 Quelle wiki
dort vor der Backsteinmauer wurde ich fotografiert ..eher da vorne wo die Klettergerüste stehen
damals gab es das noch nicht .. und die Toilette war gleich links neben dem Gebäude im Hof


dieses Bild wurde von einem Fotografen gemacht
die Tafel und der feine Griffel gehörten mir aber nicht
wir schreiben mit Schiefergriffeln
das kratze fürchterlich und hinterließ auch Rillen auf der Tafel ..denn wir Schulanfänger drückten noch kräftig auf 😉

im Sommer gab es ein Kinderfest auf dem Ballast(Blas) Berg
wir wurden fein angezogen und die Eltern bastelten für uns so einen "Stecken" der mit Bändern und Blumen geschmückt wurde
nach Klassen getrennt gab es lustige Spiele

Eierlaufen .. Sackhüpfen .. Volkstanz

besonders "gemein" "Wurstschnappen" aber mit Gebäckkringeln
ich wollte schon gerade die Hand zur Hilfe nehmen ..was natürlich verboten war 😸

und dann wurde mir meine (vielleicht angeborene  😉) Entscheidungsschwierigkeit
zum Verhängnis ..es gab ein Kiste mit lauter hübschen kleinen Dingen die damals ein Kinderherz höher schlagen ließen ..jeder durfte sich etwas herausnehmen.. Seifenblasen .. kleine Geldbörsen.. Stifte ..usw.
ich konnte mich einfach nicht entscheiden und so nahmen die Anderen Stück für Stück heraus und am Ende musste ich nehmen was übrig blieb
was es letztendlich war weiß ich gar nicht mehr

das muss ein Jahr später gewesen sein..ich glaube es gab auch einen Umzug der Kinder durch das Viertel ..das ist auch ein Bild vom Fotografen

bei den Schulaufgaben..anscheinend hatten wir da schon ein Heft ..

mitten im 2. Schuljahr erfolgte dann der Umzug nach Bingerbrück
mein Vater war schon fast 2 Jahre alleine dort ..er hatte ein privates Zimmer..
wir haben ihn dort 2 oder 3 mal besucht ..
als die Wohnungen für die Eisenbahner fertig waren zogen wir nach..
und kamen ins Paradies.. eine Wohnung ganz für uns alleine ..
mit 3 Zimmern und Bad
nie mehr die Treppe runter auf´s Klo 😉
und richtig baden..
jetzt musste ich natürlich auch in die Schule..
und da passierte meiner Mutter gleich ein gravierender Fehler
sie ging einfach in die Schule.. suchte sich den Klassensaal wo eine 2 drauf stand
und sagte dem Lehrer (oder war es eine Lehrerin)
wir sind neu hier.. das ist meine Tochter und sie kommt jetzt hier zur Schule
ich durfte gleich da bleiben
Tage später wurden die Formalitäten erledigt und da stellte sich heraus
ich war bei den Evangelischen eingeschult worden 😮
so musste ich in den untersten Stock umziehen in die katholische Klasse
und schon hatte ich meinen Makel weg.. Flüchtlingkind und dann noch bei den Evangelischen
ich wurde geschnitten und böse angemacht (gemobbt sagt man heute dazu )
man schimpfte mich "Kartoffelkäfer" damals wußte ich gar nicht so genau warum..
das einzig Nette war der Lehrer ..Herr Elz

ich schloß mich anderen Mädchen an die auch oft gehänselt wurden
wir standen in der Pause dann auf dem Schulhof mit dem Rücken an der Wand
so konnte uns keiner schubsen und an den Haaren oder Kleidern ziehen ..
mit einem Jungen der es besonders doll trieb geriet ich einmal so aneinander dass ich ihm mit voller Kraft die Hand zerkratze ..
er hatte 4 rote Striemen ..seit der Zeit ließ er mich aber in Ruhe und rief nur aus sicherer Distanz .. Kratzbürste  😉
das Schulsysthem war "merkwürdig" ..ich kannte sowas ja nicht
1. und 2. Schuljahr wurde zusammen unterrichtet.. Jungs und Mädel in einem Klassenraum
aber ev. und kth.  getrennt
3. + 4. Schuljahr war auch zusammen
ab 5. Klasse wurden die Jungen und Mädchen getrennt und nun waren 4 Jahrgänge in einer Klasse
bei den Evangelischen war es sicher genau so
Im 3. Schuljahr wechselte der Leher
Herr Gores war ein "robuster" Mann etwas klein vielleicht  rundlich mit wenigen Haaren noch
es wurde gemunkelt er hätte im Krieg einen Kopfschuss gehabt ..
ich weiß nicht ob es stimmt
er war jedenfalls sehr streng und er hatte einen Rohrstock !!!!
Man bekam ihn auch bei Nichtigkeiten über die Finger gezogen
die Buben mussten sich vorne über die Bank legen und bekamen Schläge auf das Hinterteil ..
ich wusste einmal bei einer Rechenaufgabe nicht schnell genug die Antwort und schon war der Rohrstock in Aktion
daheim traute ich mich aber nicht  etwas zu sagen..
auf einen farbigen Jungen der in unserer Klasse war .. Gernot ..(ich glaube so hieß er)
 hatte er es besonders abgesehen
doch einmal wurde es dem wohl zu viel.. er lief zur Klasse hinaus und rief.. das sage ich jetzt meiner Oma
der Lehrer lachte noch.. aber nicht lange.. kurze Zeit später stand die Oma im Schulsaal mit nasser Schürze denn sie kam direkt aus der Waschküche ..
SIE schlagen mir den Jungen nicht mehr.. der ist geschlagen genug ..
(was sie damit meinte erschloß sich mir erst später)
der Lehrer lief rot an.. tat aber keinen Mucks ..
die Corrage dieser kleinen Frau hat mich damals sehr beeindruckt ..
und trotzdem habe ich diesen Lehrer manchmal daheim besucht ..warum weiß ich nicht ..vielleicht tat er mir Leid weil ihn keiner mochte ..dort war er viel freundlicher

in der 5. Klasse waren wir wie beschrieben dann 4 Klassen in einem Raum..
natürlich war ich mit den Ohren immer oben bei den Ältern .. das war viel interessanter 😉
doch so lernt man nicht unbedingt das was man lernen soll
und was ich aufbekam nahm ich auch nicht immer wahr ..
so sollten wir einmal einen Aufsatz schreiben.. oh Schreck .. ich hatte keinen geschrieben
und dann kam ich auch noch dran vorzulesen obwohl ich mich ganz klein gemacht hatte..
was tun..
ich nahm also das leere Heft und begann vorzulesen..(im Geschichten erfinden war ich immer gut 😉)
eine Weile ging das auch prima.. doch dann verlor ich den Faden .. und flog auf 😉
da beschlossen meine Eltern mich nach der 5. Klasse auf das Mädchengymnasium zu schicken
es kostete noch 50 DM Schulgeld im Monat ..viel Geld für sie
aber es war eine private Schule der englischen Fräulein 
leider ging eine meiner Widersacherinnen auch mit und kam auch noch in meine Klasse
es war schon eine Umstellung .. es war zwar nur noch eine Unterrichtsstufe im Raum
aber je ca. 40 Mädchen in 2 Klassen
diesmal schaffte ich es aber mir Respekt zu verschaffen denn diese eine dachte es gänge so weiter wie bisher und versuchte andere Mitschülerinnen gegen mich zu beeinflussen
sie war dann auch im nächsten Jahr weg.. ich glaube sie blieb sitzen ..
da meine Noten gut waren bekam ich nach einem halben Jahr ein Stipendium und es musste nichts mehr bezahlt werden.. danach fiel es ganz weg
nach 2 Jahren hatte sich die Schülerzahl halbiert und wenn ich richtig informiert bin haben gerade 8 (von 80 )von uns das Abitur gemacht
Hildegardisschule
so sah sie auch zu meiner Zeit noch weitgehends aus.. nur mit der Hauswirtschaftsschule hatten wir wenig  zu tun
eigentlich war die Schulzeit langweilig  ..keine großen Klassenfahrten wie heute..es gab Wandertage und auch mal einen Tagesausflug
das Größte waren die Exerzitien .. 3 Tage mit Übernachtung


Ich schlängelte mich dann bis zur mittleren Reife so durch ..
sicher hätte ich mit mehr Einsatz besser sein können ..das hat mir die Direktotin Mater Letitia auch einmal eindrücklich in einem Gespräch zu verstehen gegeben ..
aber ich war immer nur da gut wo mich etwas interessierte
das waren die Naturwissenschaften.. Musik und Kunst .. in Sport war ich eine Niete ..
Englisch und Französich  mochte ich gar nicht und so wechselten sich beide Sprachen im Zeugnis oft mit 4 und 5 ab 😎
das Interessanteste an der Schule war aber die Bibliothek die in einem Räumchen unter der Treppe lag.. wir durften uns (nach Jahrgang) dort Bücher ausleihen
ich glaube ich habe sie fast alle gelesen ..
ich las in der Pause.. ich las in der Stunde unter der Bank.. nach der Schule ..
dann rannte ich im Galopp heim
denn dort hatte ich schon Leseverbot ..ich durfte nur noch 2 Bücher pro Woche mit bringen  ..

da waren wir nur noch ca. zwanzig
dann war die Schulzeit beendet
dachte ich
der Abschlussball markierte gleichzeitig den Abschied von der Schule und einen neuen Lebensabschnitt
ich hatte mich bei der Firma Böhringer in Ingelheim für eine Ausbildung als Chemielaborantin beworben .. und war auch angenommen worden ..
doch hatte ich gerade meinen späteren Mann kennen gelernt .. der lag meinen Eltern in den Ohren dass das so ein gefährlicher Beruf wäre..
er hatte eine Bekannte die dort eine Quecksilbervergiftung erlitten hatte
die Folge war.. ich durfte die Stelle nicht antreten ..
heute denke ich er wollte nur nicht dass ich einen Beruf erlerne
er wollte mich für sich
ich war wütend.. konnte aber nichts machen denn ich brauchte die Unterschrift meiner Eltern
(von meinem Vater erfuhr ich dieser Tage dass auch eine Bekannte meiner Mutter da wohl "mitgemischt" und meine Mutter beeinflusst hatte  )
ich wechselte dann nach Mainz auf die Frauenlobschule.. eine Frauenberufsfachschule
doch da hielt ich es auch nicht lange aus..es machte mir keinen Spaß mehr obwohl ich da sehr nette Mitschülerinnen hatte
ich schmiss also hin..meine Eltern meinten es wäre vielleicht sinnvoll in einen Haushalt zu gehen
sie hatten in einer christlichen Zeitung eine Anzeige gesehen
so kam ich in einen Haushalt nach Düsseldorf
doch dass ist eine andere Geschichte 😉
dort blieb ich auch nur ein halbes Jahr
und da ich dann nichts mit mir anzufangen wusste..
habe ich geheiratet ..hähähä..
ich war gerade mal 18 und brauchte auch da die Unterschrift meiner Eltern 
😎😎😎

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Le monde de Kitchi Zehn Fakten über mich und den Schulanfang